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Ein umfassender Leitfaden zu Yourdon- und DeMarco-Data-Flow-Diagrammen in Visual Paradigm

Vereinfachung der strukturierten Analyse durch neue native Unterstützung

Strukturierte Systemanalyse bleibt ein Eckpfeiler der Softwaretechnik undGeschäftsprozessmodellierung. Unter den verfügbaren Methodologien hebt sich dieYourdon und DeMarcoNotation hebt sich durch ihre Fokussierung auf die Visualisierung der Datenbewegung innerhalb eines Systems hervor.Visual Paradigmhat eine bedeutende Verbesserung für seine Desktop-Plattform eingeführt: spezifische Unterstützung für Yourdon- und DeMarco-Data-Flow-Diagramme (DFD).

Dieser Leitfaden untersucht, wie dieses Update die Modellierungserfahrung verändert und Analysten ermöglicht, sich von manuellen Formatierungen zu lösen und sich auf die Systemlogik zu konzentrieren. Wir behandeln grundlegende Konzepte, schrittweise Anleitungen und bewährte Praktiken, um diese neue Funktion effektiv zu nutzen.

Wichtige Konzepte

Bevor man in das Tool einsteigt, ist es unerlässlich, die spezifischen Elemente zu verstehen, die die Yourdon- und DeMarco-Methodik definieren und sie von anderen Notationen wie Gane & Sarson abheben.

  • Prozesse (Funktionsblasen):Dargestellt als Kreise. Sie transformieren eingehende Daten in ausgehende Daten. In der Yourdon-DeMarco-Notation ist die kreisförmige Form ikonisch und unterscheidet sich von den abgerundeten Rechtecken, die in anderen Notationen vorkommen.
  • Datenflüsse:Dargestellt durch gekrümmte oder gerade Pfeile. Sie zeigen den Weg, den Daten zwischen Prozessen, Speichern und Entitäten nehmen.
  • Datenbestände:Dargestellt durch parallele Linien (offene Rechtecke). Sie zeigen an, wo Daten für die spätere Abrufung gespeichert werden.
  • Externe Entitäten (Terminatoren):Dargestellt als Rechtecke. Sie sind die Quellen oder Ziele von Daten außerhalb der Grenzen des modellierten Systems.

Die Herausforderung der nicht-standardisierten Modellierung

Bevor diese Aktualisierung erfolgte, standen Anwender, die sich an die Yourdon-DeMarco-Standardisierung hielten, vor erheblichen Schwierigkeiten. Obwohl Visual Paradigm grundsätzlich flexibel ist, mussten Benutzer oft generische Formen umfunktionieren, um die Notation nachzuahmen.

Dies führte zu drei Hauptproblemen:

  1. Einhaltungsschwierigkeiten:Benutzer verbrachten zu viel Zeit damit, die Symbol-Syntax manuell zu überprüfen, anstatt die Datenflüsse zu analysieren.
  2. Präsentationsunzulänglichkeiten:Zeit wurde durch manuelle Ausrichtung und Größenanpassung generischer Formen verloren, um sie den Standard-DFD-Elementen ähnlicher zu machen.
  3. Modellinkonsistenz: Große Teams hatten Schwierigkeiten, ein einheitliches Erscheinungsbild und Gefühl beizubehalten, was zu möglichen Missinterpretationen der Systemarchitektur.

Richtlinien: Erstellen Sie Ihr erstes Yourdon- und DeMarco-DFD

Visual Paradigm hat diese Notation direkt in den Diagrammerstellungsprozess integriert. Befolgen Sie diese Schritte, um sofort standardskonforme Diagramme zu erstellen.

Schritt 1: Diagramm initialisieren

Der Zugriff auf das neue Feature ist innerhalb der Visual Paradigm Desktop-Oberfläche einfach:

  1. Navigieren Sie zur oberen Werkzeugleiste und klicken Sie auf die DiagrammMenü.
  2. Wählen Sie Neuum die Diagrammbibliothek zu öffnen.
  3. Geben Sie im Suchfeld Yourdon DeMarco.
  4. Wählen Sie die Vorlage aus, um die spezifische Modellierungsfläche zu starten.

Schritt 2: Nutzung der Drag-and-Drop-Palette

Sobald die Fläche geöffnet ist, werden Sie bemerken, dass die Werkzeugleiste nun mit spezifischen Yourdon-DeMarco-Elementen gefüllt ist. Sie müssen keine generischen Kreise oder Linien mehr suchen.

  • Zieheneinen Prozess (Kreis) auf die Fläche, um eine Systemfunktion darzustellen.
  • Platzierenexterne Entitäten, um die Systemgrenzen zu definieren.
  • Verwenden Sie die Verbindungswerkzeuge, um Datenflüsse sofort zwischen Elementen zu zeichnen, ohne manuelle Umkonfiguration.

Beispiele: Vorher und Nachher

Um die Auswirkungen dieses Updates zu verstehen, betrachten Sie eine Situation mit einem Bestellverarbeitungssystem.

Szenario: Der „Vorher“-Zustand (generische Werkzeuge)

Arbeitsablauf: Ein Analyst wählt manuell eine Kreisform für „Bestand prüfen“ aus. Sie müssen die Textausrichtung manuell anpassen, um sicherzustellen, dass sie zentriert ist. Um ein Datenlager hinzuzufügen, zeichnen sie zwei parallele Linien manuell oder gruppieren zwei Linienobjekte. Wenn das Diagramm vergrößert wird, geraten die gruppierten Linien oft aus der Ausrichtung, was weitere Aufräumarbeiten erfordert.

Szenario: Der „Nachher“-Zustand (Dedizierter Support)

Arbeitsablauf: Der Analyst wählt das „Prozess“-Werkzeug aus der Yourdon-DeMarco-Palette aus. Sie klicken einmal, um die „Bestand prüfen“-Blase zu platzieren. Der Text wird automatisch zentriert und umgebrochen. Um das „Bestandsdatenbank“-Lager hinzuzufügen, wählen sie das Datenlager-Werkzeug aus. Das Symbol ist bereits als parallele Linien formatiert. Wenn man die beiden mit einem Datenfluss verbindet, haftet der Pfeil perfekt an der Grenze des Kreises, wodurch die Verbindung auch dann erhalten bleibt, wenn die Prozessblase verschoben wird.

Best Practices für strukturierte Analyse

Da die Werkzeugreibung beseitigt ist, sollten Analysten sich auf die Strenge ihrer Diagramme konzentrieren. Die Einhaltung dieser Branchenstandards stellt sicher, dass Ihre DFDs kommunikativ und genau sind.

  • Respektiere die Hierarchie: DFDs sind selten eigenständig. Beginnen Sie mit einem Kontextdiagramm (Ebene 0), das das gesamte System als einen einzigen Prozess darstellt. Zerlegen Sie dies in Diagramme der Ebene 1 und Ebene 2. Visual Paradigm unterstützt das Verknüpfen dieser Diagramme, um die Nachvollziehbarkeit zu gewährleisten.
  • Balance deinen Datenfluss: Stellen Sie die „Erhaltung der Daten“ sicher. Die Daten, die in einen Prozess fließen, müssen ausreichend sein, um die Daten zu generieren, die herausfließen. Wenn ein Prozess eine „Kundenrechnung“ ausgibt, muss er Eingaben für „Bestelldetails“ und „Preise“ haben, nicht nur für „Kundenname“.
  • Benennungskonventionen:
    • Prozesse: Verwenden Sie starke Verb-Nomen-Phrasen (z. B. „Steuern berechnen“, „Benutzer überprüfen“).
    • Datenflüsse: Verwenden Sie Nomen-Phrasen, die das Datenpaket beschreiben (z. B. „Verifizierte Zugangsdaten“, „Bestellnummer“).

Tipps und Tricks für Effizienz

Nutzen Sie die erweiterten Funktionen von Visual Paradigm, um die Nutzbarkeit der neuen Yourdon-DeMarco-Notationsoptimierung zu maximieren.

1. Verwenden Sie intelligente Ausrichtungswerkzeuge

Verschwenden Sie keine Zeit damit, Blasen manuell auszurichten. Wählen Sie mehrere Prozesse aus und verwenden Sie die Ausrichtungswerkzeuge in der Symbolleiste, um sie gleichmäßig vertikal oder horizontal zu verteilen. Dadurch wird die Logikfluss für Stakeholder leichter lesbar.

2. Wiederverwenden von Modellierungskomponenten

Die Stärke von Visual Paradigm liegt in seiner Bibliothek. Wenn Sie eine externe Entität (z. B. „Zahlungsgateway“) in einem Diagramm definieren, wiederverwenden Sie dasselbe Modell-Element in anderen DFD-Ebenen. Dadurch wird sichergestellt, dass sich eine spätere Umbenennung der Entität automatisch auf alle Diagramme auswirkt.

3. An Geometrie anpassen

Aktivieren Sie Anpassungshilfen. Wenn Sie einen Datenfluss-Pfeil in der Nähe einer Prozessblase oder eines Datenlagers ziehen, markiert das Werkzeug den Verbindungspunkt. Wenn Sie die Maustaste loslassen, haftet die Linie an dem Element, sodass das Verschieben des Elements später die Verbindung nicht unterbricht.

Fazit

Die Einführung der nativen Unterstützung für Yourdon- und DeMarco-Datenflussdiagramme ermöglicht es Visual Paradigm-Nutzern, sich wieder dem Kernziel von Systemanalyse: Definition robuster, logischer Prozesse. Durch die Eliminierung des manuellen Aufwands bei grafischer Konformität können Teams klarere, standardisiertere Dokumentation schneller als zuvor erstellen. Tauchen Sie ein in das Diagramm > NeuMenü heute und erleben Sie den Unterschied in Ihrem strukturierten Analyseworkflow.

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